Training in Corona-Zeiten

von Beate Franke (Kommentare: 0)

Mitte März hieß es plötzlich, dass alle öffentlichen und privaten Sportstätten geschlossen werden und zwar mindestens bis zum 19. April. Die Nachrichten überschlugen sich, fast stündlich kamen neue Informationen. Die Welt legte eine Vollbremsung hin.

Nach dem ersten Schock kamen meine Überlegungen: wie kann man den Kontakt zu den Tänzern, den Kindern, den Hobby- und den Turnierpaaren halten? Wie geht es wirtschaftlich weiter? Auch die Vereine machten sich Gedanken: werden alle Mitglieder im Verein bleiben, werden unsere Trainer das Ganze wirtschaftlich überstehen? In Zusammenarbeit mit dem Rot-Gold gingen die Überlegungen nach einer geeigneten Plattform für einen regelmäßigen Unterricht los. Verschiedene Möglichkeiten wurden getestet.

Seit ein paar Wochen ist es nun soweit: ich unterrichte meine Gruppenstunden per Videokonferenz. Weitere Vereine werden sicherlich folgen.

Ich habe mir verschiedene Übungen überlegt, die Kinder, Paare oder auch Einzelpersonen auf kleinsten Raum zu Hause im Wohnzimmer mittrainieren können. Die Kindergruppen tanzen die Tänze aus ihrem Programm, von Biene Maja bis zur Hip Hop Choreo.

Alle Vereinsmitglieder bekommen den Einwahlcode für ihre Gruppe. Damit kann jeder wöchentlich zu seiner gewohnten Trainingszeit sein Training wahrnehmen. Durch die Videokonferenz ist es den Teilnehmern möglich, Fragen zu stellen. Ich kann alle sehen und auch korrigieren.

Die Kinder haben ihre Kinderzimmer frei geräumt, die Paare ihre Wohn- oder Schlafzimmer. Ein Paar hat sogar auf der Terrasse mitgetanzt. Alle haben begeistert mitgemacht und sich gefreut, wieder einen regelmäßigen, festen Termin in ihrem Wochenablauf zu haben. Besonders die Eltern und Kinder waren begeistert darüber, dass endlich wieder etwas „normales“ in ihr Leben zurückkehrt.

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